187 - Vergleiche ich mich zu sehr mit anderen?

Shownotes

Bei Instagram, TikTok und Co. werden wir täglich mit den Erfolgen anderer Menschen konfrontiert. Besonders schwierig wird es, wenn diese Menschen in unserem Alter scheinbar schon viel mehr erreicht haben. Fast automatisch beginnen wir, uns zu vergleichen – oft ohne es bewusst zu merken. Doch dieser Vergleich kann schnell demotivieren, unser Selbstwertgefühl schwächen und im schlimmsten Fall sogar in depressive Gedanken führen.

Dabei vergessen wir häufig, dass wir uns mit einer verzerrten Realität vergleichen: mit Einzelfällen, Prominenten oder Menschen mit ganz anderen Lebensumständen, Ressourcen und Hintergründen.

In dieser Podcastfolge spricht Anastasiia Pykhtina mit Anne Piotrowski, Diplom-Psychologin, Gestalttherapeutin und NARM® Therapeutin, über genau dieses Phänomen. Gemeinsam beleuchten sie, warum unser Gehirn dazu neigt, die eigenen Erfolge zu übersehen und sich stattdessen auf vermeintliche Defizite zu fokussieren.

Außerdem gibt Anne Piotrowski konkrete und alltagstaugliche Strategien an die Hand, um aus der Spirale des ständigen Vergleichens auszusteigen – und wieder mehr Fokus auf den eigenen Weg und die eigenen Fortschritte zu legen.

Anne Piotrowskis Arbeit findet ihr auf Linkbeschreibung

Diese Folge ist eine Spezialfolge, moderiert von Anastasiia Pykhtina, die im Rahmen des mabb -Coachingprogramms Voices of Brandenburg bei Pool Artists hospitiert hat.

Hört Hört ist der Podcast, der Podcasts empfiehl und wird produziert von Pool Artists.

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Transkript anzeigen

00:00:04: Herzlich willkommen bei Poolartists!

00:00:27: Hallo, hier ist Paula von Poolartist und heute habe ich eine etwas andere Hörtholge für euch.

00:00:32: Normalerweise ist das hier der Podcast, der andere Podcast empfiehlt aber manchmal packen wir auch so ganze Podcast-Folgen aus anderen Podcasts rein, zum Beispiel gab es hier die Premiere von der Heimweg zu hören.

00:00:46: Ein super fantastischer Podcast den unsere Kollegin Miliza Teckliva gemacht hat.

00:00:52: und heute gibt es eine Podcast Folge von einem Podcast, der im Prinzip noch gar nicht existiert!

00:00:58: Also das ist hier so richtig exklusiv.

00:01:00: Und zwar werdet ihr gleich ein Interview hören, was Nastya geführt hat mit der Psychologin Anna Petrovski und es wird um das Thema Vergleichen

00:01:09: gehen!

00:01:10: Wie grenzt man sich davon ab wenn man im Internet schaut, im Freundeskreis sich umschaut und denkt oh mein Gott?

00:01:17: Alle anderen sind schon viel weiter als ich.

00:01:20: Die haben das alles viel krasser im Griff, wie geht man mit diesem Druck um?

00:01:24: Gerade auch wenn man ein junger Mensch ist.

00:01:26: Wobei ich sagen muss... die auch ein paar Lebensjahre mittlerweile schon gesammelt hat, so ganz kriegt man das nicht weg.

00:01:33: Ich bin gespannt auf den Tag, wo ich aufwache und keine Ahnung, ich bin in zweiundfünfzig und denke, ob heute vergleiche ich mich nicht mehr?

00:01:39: Ich hab aber meine Zweifel, dass es hier passieren wird.

00:01:42: Aber dieses Interview würde mir dabei helfen, mich davon abzugrenzen.

00:01:47: Wer ist jetzt noch mal an das Tal sehr genau?

00:01:49: Ihr habt sie gehört im Podcast zusammen mit Jessie.

00:01:52: Sie hat zwei Podcast-Folgen gemacht, wo sie andere Podcast empfohlen hat.

00:01:56: Die verlinke ich euch unten in den Show-Notes.

00:01:58: Und sie ist Teilnehmerin des Coaching-Programms Voices of Brandenburg.

00:02:03: Das hat die Medienanstalt Berlin Brandenburger initiiert, um Personen aus Brandenberg die Chance zu geben im Journalismus Fuß zu fassen oder überhaupt sich diesen Karriereweg genauer anzuschauen.

00:02:16: Das ist immer noch eine Branche, die ganz viel über Vitamin B funktioniert darüber dass man zum richtigen Zeitpunkt so seinen Fuß in die Tür hinein bekommen muss und damit die Redaktion vielfältiger werden und zum Beispiel auch die Brandenburger Perspektiven in diesem Redaktionen endlich wieder mehr Eingang finden hat sich die MRBB dieses Programm ausgedacht und führt es auch durch dieses Jahr schon zum zweiten Mal.

00:02:44: Genug der Vorrede, hier ist jetzt das Gespräch über das Vergleichen, über permanentem Druck

00:02:50: mit

00:02:51: Anna Petrovski.

00:02:55: Von einer gewissen Art geht's uns allen so, dass wir uns mehr oder weniger vergleichen und dadurch oft nicht so gut fühlen.

00:03:02: Da wir Menschen sozialer Wesen sind,

00:03:05: ist es

00:03:06: tief drin in uns verankert, dass für uns mit anderen Menschen vergleichend.

00:03:09: Wir wollen dazugehören!

00:03:11: Es ist auch etwas, was die Gesellschaft immer wieder dieses höher schneller weiter immer das neueste Telefon haben müssen.

00:03:20: Ich öffne Instagram und schaue mir die Stories der Menschen an, denn ich folge.

00:03:25: Der eine hat sich mit achtzehn eine eigene Wohnung gekauft.

00:03:29: Der andere hat mit zwanzig eine Führungsposition bei einer coolen Firma bekommen – und ich?

00:03:35: Ich sitze in meinem kleinen Zimmer im Studentenwohnheim und bekomme wieder eine Jobabsage!

00:03:40: dieses Mal sogar für eine Gassiererposition.

00:03:43: Die Menschen im Internet sind scheinbar sehr erfolgreich, viel erfolgreicher als ich und dann kommen diese Gedanken.

00:03:51: Stimmt mit mir etwas nicht?

00:03:53: Bin ich schlechter als sie?

00:03:55: Bin Ich so dumm oder unbegabt dass sich das nicht geschafft habe?

00:03:58: Ich bin nicht genug!

00:04:00: Und wenn ich mich weiter mit all diesen scheinbare erfolgreichen Menschen vergleiche werde ich vielleicht auch nie genug sein.

00:04:07: Herzlich Willkommen zum Podcast.

00:04:08: Nie genug.

00:04:09: Die Vergleichsfalle einer Generation!

00:04:12: Mein Name ist Anastasia, ich komme aus der Ukraine und lebe seit Jahrzehnteinzwanzig in Deutschland.

00:04:19: In meiner Heimat ist der Druck erfolgreich zu sein oft noch stärker.

00:04:23: Viele haben schon mit Anfang zwanzig ein Haus Kinder unter eine Wirkungsposition.

00:04:29: Ich bin zwanzzig Und dich fühle mich jeden Tag unter Druck permanent im Vergleich, permanent im inneren Wettkampf.

00:04:43: Warum vergleichen wir uns überhaupt?

00:04:45: Warum fühlt sich das heute so extrem an und wie können wir lernen damit gesünder umzugehen?

00:04:51: Darüber spreche ich heute mit Anne Piotrowski.

00:04:54: Anne ist Diplompsychologin und hat Psychologie in Marburg und an der University of Oregon studiert sowie Neurowissenschaften.

00:05:03: Nach ihrer wissenschaftlichen Ausbildung entschied sie sich stärker mit Menschen praktisch zu arbeiten und absolvierte eine Gestalttherapie- und Namenausbildung.

00:05:12: Heute beschäftigt sie sich intensiv mit Themen wie Selbsterforschung, emotionalen Prägungen und persönlicher Entwicklung.

00:05:19: Liebe Anne, schön dass du da bist!

00:05:22: Ja hallo vielen Dank das ich da sein darf.

00:05:24: Also jetzt direkt zum Thema, wie oft begegnest du Menschen mit genau diesem Szenario?

00:05:30: Mit diesem Gefühl nie genug zu sein sich ständig zu vergleichen.

00:05:34: Glaubst du das es ein großes Problem ist?

00:05:36: Ja ich kann das auf jeden Fall sehr gut nachvollziehen, wie du das beschreibst und ich glaube auf eine gewisse Art geht's uns allen so dass wir uns mehr oder weniger vergleiche und dadurch oft nicht so gut fühlen.

00:05:47: Würdest du sagen, dass es heute stärker ist als früher?

00:05:50: Ja, das würde ich definitiv sagen.

00:05:52: Denn die durch die sozialen Medien genau wie du es beschrieben hast ist ja so dass wir uns mit wahnsinnig vielen Menschen vergleichen können in sehr sehr kurzer Zeit und das ist was früher überhaupt nicht so gewesen ist.

00:06:05: dadurch überfordern wir uns ganz schnell Und auch, was die Menschen auf den sozialen Medien teilen ist es ja sehr, sehr selektiv.

00:06:14: Aber

00:06:14: warum passiert denn das eigentlich?

00:06:16: Warum vergleichen wir uns immer so stark?

00:06:19: Ist das ein natürlicher Mechanismus?

00:06:21: Ich glaube grundsätzlich ja definitiv.

00:06:24: Da wir Menschen soziale Wesen sind, ist es tief drin in uns verankert dass für uns mit anderen Menschen vergleichene Wir wollen dazugehören Das ist ungeheuer wichtig und uns verbunden fühlen.

00:06:38: Da ist es bedrohlich, wenn wir den Andruck haben.

00:06:40: Wir sind ganz anders.

00:06:41: Aber in den sozialen Medien sehen wir halt Menschen die wahnsinnig erfolgreich zu sein scheinen und wir sehen auch oft nur die, die erfolgreich sind.

00:06:51: Also ja, das ist ein ganz selektiver Ausschnitt Und das macht das Vergleichen so sehr unangenehm im Kontakt mit den sozialten Medien.

00:06:59: Was passiert denn emotional oder in unserem Gehirn?

00:07:03: Wenn wir sehen dass jemand weiter ist?

00:07:06: Das ist noch Eine große Frage.

00:07:10: Aber was vor allem emotional passiert oder dass wir schnell mit uns selber machen ist, das wir uns beschämen?

00:07:17: Ja ich sehe jemanden der irgendwie vermeintlich also sehr erfolgreich wirkt und die Person präsentiert sich so auch mit sehr viel Stolz.

00:07:26: und was ich dann fühle ist denke ich fühl mich gar nicht so toll wie die andere Person sich zu fühlen scheint.

00:07:33: Ja, das heißt ich fange an mich zu beschämen.

00:07:35: Ich so, warum müsste ich irgendwas anders machen?

00:07:38: Habe ich was falsch gemacht oder bin ich sogar ganz falsch tief in mir drin?

00:07:44: und das sind so beschämende Gedanken die eigentlich wie so ein Tiefen einen tiefen Sinn daran haben mich zu unterstützen mich verbunden zu fühlen.

00:07:54: aber an der Stelle richten sie sich gegen mich.

00:07:57: Ja, es ist sehr interessant was du sagst weil es gibt Menschen die sich ständig vergleichen wie zum Beispiel ich.

00:08:05: Aber es gibt aber auch Menschen die nicht vergleiche, die sich einfach motivierter fühlen wenn sie erfolgreiche Menschen sind.

00:08:12: und da denken sie okay wenn er das geschafft hat dann kann ich das auch schaffen!

00:08:16: Und warum gibt es aber solche Unterschiede?

00:08:20: Na, ich glaube das hat mit ganz vielen verschiedenen Komponenten zu tun.

00:08:25: Aber ein großer Punkt ist wie wir aufwachsen und wie die Menschen, mit denen wir auf wachsen also unsere Bezugspersonen auf uns reagieren.

00:08:34: Ob wir das Gefühl haben aber wir werden gesehen in dem was uns selber ausmacht.

00:08:39: Das hat auch einen Wert was ich will und was meine Träume sind.

00:08:44: Oder sind es Menschen, die sehr starke Ideen haben.

00:08:47: Was denn gut für uns wäre?

00:08:48: Wenn unsere Eltern sagen Mensch du sollst aber unbedingt Fußballerin werden und ich denke Boah

00:08:55: das

00:08:55: ist eigentlich gar nicht meins.

00:08:56: Aber Ich bin noch sehr jung Und habe gar nicht die Möglichkeit meine eigene Meinung zu entwickeln Dann werde ich schon von meinem Fahrt irgendwie sehr stark abgelenkt weil dass Die Beziehung zu meinen Eltern ist überlebenswichtig als Kind und Jugendliche.

00:09:12: erst einmal noch Dann ist diese Irritation und dass dazugehören, ist so viel wichtiger als mein eigener Wunsch.

00:09:21: Und dann bekommt dieser Außenwirkung oder vor allem das was mir aus von außen gesagt wird ein großes Gewicht und lenkt mich ab, von dem was ich eigentlich will.

00:09:31: Bei anderen Menschen die vielleicht wie das Glück hatten begleitet zu werden von Eltern unterstützt haben, in dem was sie selber wollten.

00:09:41: Also mehr Freiheit gelassen haben wo dann wie so der Raum entstehen konnte dass die Kinder und Jugendlichen spüren können Mensch das ist mir wichtig vielleicht sowas ganz anderes also was meine Eltern toll finden oder was mein Eltern gemacht haben Und dann können Sie sich entwicklen und ihren eigenen Weg gehen und Erfahrungen machen vielleicht positiv auch negative aber vor allem das eigene verfolgen Begleitung nicht so erfahren haben, dann ist es sehr schwierig.

00:10:08: Weil die Orientierung so schnell... Wir lernen mussten die Orientierungen nach außen zu lenken.

00:10:13: Was wollen denn die anderen von mir?

00:10:15: Was ist denn erwartet?

00:10:17: Und das ist auch ein großes Privileg grundsätzlich überhaupt auf die eigene Leidenschaft achten zu können und in einer... Es ist ja auch nachvollziehbar einem anderen Kontext.

00:10:29: Das ist mal vielleicht viel wichtiger Geld zu verdienen und ein eigenes... Das ist die eigene Existenz zu sichern.

00:10:35: Dann kann ich auch nicht, habe ich auch noch nicht so viel Raum darüber nachzudenken.

00:10:40: Was will ich denn eigentlich?

00:10:41: Wie will ich mich selbst

00:10:42: verwirklichen?".

00:10:43: Ja also dann Aspekt mit der Erziehung kann ich sehr gut nachvollziehen weil wenn ich jetzt an meine Kindheit denke es war alles schön und gut.

00:10:52: aber zum Beispiel wir haben ja in der Ukraine bei uns ist die beste Norte die zwölf.

00:10:57: Ich wollte ja immer gutes Mädchen sein, immer gute Noten bekommen.

00:11:01: Und die eins ist bei uns quasi die zehn, die elf und die zwölf.

00:11:05: Ich komme dann einfach an einem normalen Tag nach Hause und sag meine Mutter ich hab heute eine zehn und eine elf bekommen.

00:11:12: und dann sagt meine Mutter gut das freut mich aber warum nicht einen zwölfe?

00:11:17: Und das habe ich jede jeden Tag oder jede Woche gehört immer besser werden, immer perfekt werden und immer nur die zwölf bekommen.

00:11:28: weil man denkt sich dann sind die Eltern glücklich.

00:11:31: Und als Kind sind die Eltern ja die wichtigsten Menschen für dich und natürlich möchtest du das die immer mit dir zufrieden sind.

00:11:38: aber jetzt bin ich Zwarzig, dieser Mechanismus.

00:11:42: Ich glaube ich habe mir das einfach antrainiert und deswegen vergleiche ich mich einfach jeden Tag und wenn jemand etwas erreicht hat was ich vielleicht auch nicht erreichen wollte dann denke ich mir jetzt muss sich das auch machen weil ist er jetzt besser als ich?

00:11:57: Wieso kann ich das nicht erreichen?

00:11:59: Ja was du beschreibst berührt mich.

00:12:01: ne denn da du beschrabst genau den Mechanismus wo du lernen musstest.

00:12:05: ah so gar nicht zehn wie bei uns nur eins ist Ist nicht gut genug, es muss eigentlich immer... Also dann wurde sich schon auch gefreut.

00:12:15: Aber irgendwie war ja noch Luft nach oben und diese Luft hat sie immer betont.

00:12:21: Und das ist schmerzlich!

00:12:23: Weil du hattest schon was Total Tolles erreicht aber die Würdigung davon, die hat nicht genügend Platz gehabt.

00:12:30: So wie unsere Eltern mit uns interagieren so interagierend wir dann mit uns selber auch.

00:12:36: Egal was wir erreichen, hast du gelernt dich dann immer noch zu fragen.

00:12:42: Ja ist ja schon ganz gut!

00:12:45: Aber warum nicht eigentlich noch besser?

00:12:47: Und das ist halt sehr frustrierend und sehr anstrengend.

00:12:51: Du hast dich ja schon total angestrengt und dein Bestes gegeben und eine super Sache erreicht, so eine super Leistung gebracht.

00:13:01: Und er wurde aber immer wieder gesagt, na hat es nicht, reicht

00:13:04: nicht... Ja, es ist vielleicht auch wichtig zu erwähnen dass die Eltern, die wollen dich ja dabei nicht verletzen.

00:13:10: Die denken das es dich einfach motiviert und einerseits funktionieren das auch weil man immer besser werden möchte und vielleicht hätte ich all das was ich erreicht habe nicht erreichen können wenn meine Eltern mir das nicht gesagt hätten.

00:13:23: aber andererseits also es gibt immer nicht nur Schokoladenseiten.

00:13:27: sozusagen Ja, aber wenn wir noch tief ein das Thema reingehen dann kann man auch verstehen.

00:13:34: Zum Beispiel meine Mutter war nicht so gut in der Schule.

00:13:37: deswegen das sind so ihre innere Probleme sozusagen sie denkt dass die daran schuldig ist Sie vielleicht nicht genug dafür gemacht hat um eine gute Ausbildung zu machen oder zu studieren und so weiter und sofort.

00:13:49: Und deswegen möchte sie, dass ihre Kinder besser werden.

00:13:53: Genau es ist eigentlich total gut gemeint liebevoll und sie will was besseres für euch.

00:14:00: Und es wächst aus dem Druck, den Sie sich selber macht und dem Gefühl selber nicht genug getan zu haben.

00:14:07: Und du sprichst ein ganz wichtiges an das Gefühl irgendwie sich schuldig zu machen oder sich selbst verantwortlich zu machen.

00:14:16: Das ist auch etwas wenn wir uns doll vergleichen wo wir oft ungerecht mit uns sind weil wir nicht anherkennen wahnsinnig unschädliche Hintergründe.

00:14:26: Wir sehen da Menschen, die bei Weißwas machen und wir wissen gar nicht erstens wissen wir gar nicht wie es denn eigentlich wirklich damit geht ob die so wirklich so glücklich sind wie sie kurz auf diesem Foto oder dem Clip aussehen?

00:14:39: Und wir wissen auch gar nicht, wie die aufgewachsen sind was sie für Privilegien genossen haben.

00:14:45: Wir vergleichen uns dann damit und das ist einfach überhaupt nicht gerecht.

00:14:49: und genau wie du es beschreibst wie das deine Mutter gemacht hat, genau.

00:14:53: Sie hat es gut gemeint sie wollte dass es dir besser geht aber es kommt aus einem Druck und auch da bei ihr schon aus einer Angst nicht gut genug zu sein.

00:15:03: Und ich finde wir müssen immer so ein bisschen unterscheiden wenn es um den Leistungsaspekt geht.

00:15:11: Es gibt dann das wo das wir ins sich in sehr viel Leid umkehrt, wenn wir uns so viel vergleichen und immer denken, wir müssen immer besser sein.

00:15:19: Und gleichzeitig gibt es ja auch den Punkt wo wir irgendwie erstmal Geld verdienen müssen, um unseren Lebensunterhalt zu sichern und unsere Existenz aufzubauen.

00:15:31: Ich weiß nicht wie deine Mutter aufgewachsen ist oder von ihr Hintergrund an der Stelle ist und da auch anzuerkennen, wow, unsere Elterngeneration haben zum Teil kommen aus wirklich sehr anderen Welten vielleicht und mussten erst mal sich überhaupt in Existenz sichern.

00:15:47: Und da kommt ein Überlebenskampf an der Stelle, den wir vor allen Dingen die wir in Deutschland aufgewachsen sind irgendwie oder vielen von uns das Glück hatten nicht erleben zu müssen.

00:16:00: Das finde ich auch einen wichtigen Aspekt mit reinzunehmen.

00:16:03: Ja ganz sicher!

00:16:06: Ein anderer wichtiger Aspekt?

00:16:08: Wir haben sich Menschen ja mit Nachbarn Klassenkameraden, Kollegen verglichen.

00:16:13: Heute vergleichen wir uns aber mit Millionen – mit Influencern, mit Promis, aber auch mit Einzelfählen!

00:16:21: Warum wirkt Social Media stärker als reale Vergleichung?

00:16:25: Ja gute Frage.

00:16:26: Wir haben es hier und da schon so ein bisschen gestreift.

00:16:29: Aber eins genau was du sagst ist wahnsinnig viele Menschen also viel mehr als wir eigentlich in unserem direkten sozialen Umfeld an Menschen kennenlernen und wirklich den Menschen begegnen Und es ist halt ein sehr, sehr kleiner Ausschnitt von den Menschen mit denen wir in Kontakt kommen.

00:16:48: Also die zeigen ja nur das was sie so richtig an sich selber auch toll finden präsentieren sich regelrecht zeigen sich meistens nicht manchmal jetzt vielleicht auch schon hier und da mehr und mehr auch in Momenten wo's ihnen nicht gut geht.

00:17:01: aber

00:17:01: auch dann wissen Sie meistens noch irgendwas schlaues darüber zu sagen oder können schon ein Stück von der Erkenntnis präsentieren und berichten, die ihn daraus geholfen hat.

00:17:14: Also da zu merken das ist einfach... dass es nicht gerecht ist sozusagen auch wieder ja?

00:17:19: Sie zeigen einen sehr, sehr glamourösen Ausschnitt von ihrem Leben meistens und wir sitzen da zu Hause alleine im Bett und es geht uns eigentlich gerade viel ums vielleicht einsam und dann fühlen wir uns danach eigentlich nur noch schlechter weil es sieht auch so aus als ob alle Menschen da draußen ständig in Kontakt miteinander sind.

00:17:38: Eigentlich ist es gerade in meinem Zimmer auch dunkel und es ist nacht, aber da draußen scheint die Sonne zu scheinen.

00:17:43: Und alle sind mit anderen Menschen in Kontakt.

00:17:45: nur ich bin ganz alleine.

00:17:46: Es ist verstärkt dass sich ausgeschlossen fühlen extrem!

00:17:50: Ja?

00:17:51: Wenn wir ansonsten mit unseren Nachbarn in Kontakt sind... Sind wir in einem realen Kontakt mit einer Person oder vielleicht auch zwei oder drei?

00:17:59: Aber das ist etwas, was wir evolutionär jahrtausende gelernt haben zu händeln.

00:18:03: Diese Art von Vergleiche und jetzt ist das exponentiell gewachsen, da kommen wir erstmal nicht mit Klaus total überfordern

00:18:11: Ja, da kann ich nur zustimmen.

00:18:12: Wie du gesagt hast wir vergessen so schnell und so leicht dass niemand seine Probleme postet.

00:18:18: also ich meine wenn man sich mal link in den Profil anguckt dann denken die menschen vielleicht auch das ich so erfolgreich bin.

00:18:25: natürlich poste ich aber nicht dass ich letzte woche ich weiß nicht zehn absagen bekommen habe Und die anderen posten das natürlich auch nicht.

00:18:32: Ich glaube wir müssen einfach realistisch öfter darüber nachdenken.

00:18:36: Alle haben Probleme, alle haben Absagen.

00:18:40: Niemand hat gleich am ersten Tag eine Führungsposition bei – ich weiß nicht – Google bekommen oder so?

00:18:48: Ganz genau!

00:18:49: Die Erfolge der anderen und der Fremden fühlen sich manchmal bei mir persönlich wie meine persönliche Niederlage an.

00:18:57: Ist es dann auch neid?

00:18:59: Wo ist die Grenze, wenn ich mir denke, Ich würde auch gerne sowas erreichen.

00:19:05: Wieso habe ich das nicht erreicht?

00:19:06: und dann wo ich einfach auf die Person neidisch bin weil ich mir vielleicht denke, Es ist nicht fair, Vielleicht wäre ich die bessere Person für diese Stelle.

00:19:17: Ja, interessante Frage, da kommen... Da haben wir jetzt unterschiedliche Dinge zusammen zu kommen.

00:19:22: gerade Weil vielleicht bist du ja auch tatsächlich die bessere Person für diese Stelle.

00:19:29: Da ist ja eine Wertschätzung und ein Anerkennen von deinen Fähigkeiten, von deinem Können drin.

00:19:36: Und da kann es ja auch angemessen sein zu sagen das ist aber ungerecht dass die Person die Stelle bekommen hat und ich nicht.

00:19:44: Auf der anderen Seite aber sobald wir hinkommen in was... Diese Allgemeinsätze von ich bin nicht genug oder ich mache immer alles falsch.

00:19:55: Ja, je allgemeiner es wird und die Abwertende, desto deutlicher wird's.

00:19:58: Wow Moment moment moment!

00:20:00: Das geht in der Richtung.

00:20:03: Da sind wir schon wieder nicht fair mit uns selber.

00:20:05: Natürlich könnte man sich überlegen, Moment hätte ich mich vielleicht bewerben sollen?

00:20:09: Vielleicht hätte ich diese Stelle bekommen.

00:20:11: also eine Selbstreflektion kann sehr hilfreich sein das ist klar.

00:20:16: Aber wenn es abwertend wird und sehr allgemein, immer mit diesem T-Neulich gut genug dann geht's in die falsche Richtung.

00:20:26: Weil grundsätzlich finde ich hat Neid auch manchmal eigentlich ein zu schlechtes Image weil er kann uns auch darauf hinweisen dass die andere Person was macht das wir auch gerne machen würden.

00:20:36: Ja und dann kippt sie in eine Inspiration Wenn wir uns nicht dann schlecht machen und sagen ah guck mal Das ist vielleicht möglich, das könnte ich hier auch.

00:20:48: Warum?

00:20:49: Was hält mich davon ab in die Richtung zu gehen, wenn ich das auch möchte?

00:20:52: Ja und dabei, wenn man sich ständig vergleicht fühlt sich das Leben wie ein Wettkampf an obwohl ich gar nicht mitspielen wollte.

00:21:02: Ist es dieses Imposter-Syndrom?

00:21:06: Gute Frage!

00:21:06: Das Imposter Symptom so wie ich das verstehe... Das Hochstabler-Syndrom, wo man ständig das Gefühl hat eigentlich dass man sich kleiner innen drin fühlt als man von außen womöglich gesehen wird.

00:21:21: Also ständig dieses Gefühl hat irgendwie so entdeckt zu werden, dass man doch gar nicht so viel kann wie andere das denken.

00:21:26: würdest du es auch so verstehen?

00:21:28: oder wie würdest Du das im Postal des Syndrome verstehen?

00:21:32: Ja

00:21:32: das und auch zum Beispiel wenn ich doch etwas erreicht habe wie zum Beispiel jetzt meine Teilnahme an einem Projekt, wo es ist auf Brandenburg und da habe ich mir einfach gedacht ja vielleicht haben die meinen Bewerbungen doch nicht gelesen.

00:21:49: Also wieso haben sie mich ausgewählt?

00:21:50: Es gab bestimmt viel coolere klugere schlauere Menschen als ich und die haben mich aus gewählt.

00:21:57: Vielleicht hab' ich das einfach nicht verdient hier in diesem Projekt zu sein um dieses Praktikum zu machen.

00:22:04: auch gut zu merken.

00:22:06: Das ist ein guter Punkt, weil da kommt genau die gleiche Beschälmung wie so wie durch eine andere Tür aber auch rein.

00:22:13: Die Idee du wärst nicht gut genug und wenn du dann Erfolg hast, dann fällt es dir schwer an der Stelle den Anzunehmen und zu sagen cool!

00:22:24: Da kriegt mich jemand mit, da sieht jemand mein Potenzial wo eben bei dem Beispiel der Job Bewerbung, die Idee war auch ja den Job könnte ich eigentlich auch machen.

00:22:36: Es ist jetzt so, jetzt habe ich was bekommen und dann setzen die Stimmen ein und reden ah nee aber das hab' ich nicht verdient usw.

00:22:44: Das ist wie der gleiche Mechanismen und die gleiche Art dich zu beschämen an dieser Stelle.

00:22:49: Und jetzt zurück zum Thema Wie kann man vergleich motivierend machen?

00:22:55: Motiviert etwas zu machen und jetzt vielleicht nicht einfach auf dem Bild zu legen sondern Ein tolles Buch lesen oder so.

00:23:02: Ja, gute Frage!

00:23:04: Also überhaupt erstmal die Idee genau und ein Buch zu lesen und sich nicht mit zu viel Information von zu vielen unterschiedlichen Menschen zu überfordern?

00:23:12: Das ist schon selber eine super Idee und du fragst natürlich so ein bisschen wie kann ich mich denn dazu bringen?

00:23:19: Und ich glaube das muss wahrscheinlich jeder vielleicht auch einen Stoff als seine eigene oder ihre eigene Antwort darauf finden wie uns das gelingen kann, das Handy zur Seite zu legen und uns mit Medien zu beschäftigen.

00:23:34: Die weniger stark uns stimulieren und uns dann zu gewöhnen auch von einer Person ein Buch zu lesen was dann aber in der Logik folgt und wo wir Inspiration daraus bekommen können.

00:23:46: Und aus meiner Sicht ist ja es heißt nicht um sonst soziale Medien oder da ist eigentlich der Wunsch nach Verbundenheit und Kontakt steckt dahinter.

00:23:58: den versuchen wir über dieses Medium, also über dieses Mittelding was wir dazwischen schieben irgendwie zu befriedigen und das gelingt uns halt nicht wirklich.

00:24:06: Aber in Kontakt mit echten Menschen zu sein – und das ist ja aber die sozialen Medien auch möglich!

00:24:12: Also je realer der Kontakt ist, je mehr es eins zu eins und vielleicht auch eine Tiefe ermöglicht, in der ich mich zeigen kann, desto befriedigender und inspirierender kann der Kontakt auch oder das für mich sein.

00:24:29: Also darauf, ein bisschen zu gucken, zu merken, es geht eigentlich auch ganz viel um menschlichen Kontakt und da brauchen wir vielleicht nicht ganz so viele Menschen wie uns die sozialen Medien suggerieren, um uns zu inspirieren und tatsächlich auch den realen Kontakt mit Anfassen und dreidimensional.

00:24:50: Und ganz ohne, ohne Vermittlung auch wirklich zu wertschätzen und Raum dafür zu machen im Leben.

00:24:56: Ich glaube das ist ein ganz großer Aspekt, weil es auch entschleunigt.

00:25:00: Ja danke für die wertvollen Tipps!

00:25:02: Weißt du was mir jetzt eingefallen ist?

00:25:04: Man könnte vielleicht so eine Liste erstellen mit Sachen, die man machen kann.

00:25:09: Wenn man sich sehr schlecht fühlt und merkt es ist mir jetzt zu viel zum Beispiel ein Buch lesen mit einem Freundin telefonieren oder zb in den Park spazieren gehen Und dann einfach jedes Mal wenn man merkt Es ist mir wirklich zuviel Entweder werde ich weiter Link inscrollen und einfach weinen und denken Ich bin einfach nicht genug Ich bin schlecht, ich bin dumm.

00:25:32: Dann denkt man an diese Liste und wählt sich eine Sache aus, und macht sie einfach um sich abzulenken.

00:25:39: Das wäre auch eine Idee!

00:25:40: Ja Nasta, das ist ja eine tolle Idee.

00:25:42: Das finde ich richtig cool.

00:25:44: Da hat man eine Reihe von Sachen aufzuschreiben an die man denkt wenn es einem gerade gut geht.

00:25:50: ganz viele Dinge die am Freude bereiten und Tätigkeiten wo man mit sich verbunden ist.

00:25:56: Ja, und auch mit dem Körper.

00:25:57: Weil das ist ja auch was wenn wir am Handy sind Dann ist für unser Körper so weg Und die ganze Welt ist wie auf diesem kleinen Rechteck spielt sie sich plötzlich ab.

00:26:06: Aber genau wie du sagst in Park Jetzt wird die Sonne so schön zahlen scheint Raus zu gehen oder sich mit Menschen wirklich in Kontakt zu gehen Oder im Buch zu lesen.

00:26:16: Das finde ich alles tolle Ideen Eine super Idee.

00:26:22: Ich habe ja am Ende des Jahres etwas Neues ausprobiert.

00:26:26: Und zwar, ich hab mir hundert Dinge aufgeschrieben die ich in diesem Jahr erreicht hab und am Anfang fiel mir fast nichts ein!

00:26:34: Ich hab stundenlang reflektiert meine Händegalerie durch geschaut und war am Ende ehrlich überrascht, wie viel ich eigentlich geschafft habe.

00:26:44: Warum fällt es uns so schwer unsere eigenen Erfolge zu sehen und was würdest du zu dieser Technik sagen?

00:26:50: Ja, ich finde das ist auch eine gute Idee!

00:26:53: Und ich glaube genau dass wir vorhin besprochen haben mit der Scham die einsetzt und wenn wir uns immer wieder erzählen, wir machen's nicht gut genug... Wieso lenkt uns im Wasser das Vor des Ab?

00:27:04: Oder macht uns wieso blind für das, was wir eigentlich können und was uns gelungen ist.

00:27:09: Und deswegen ist es sehr stimmt wie du das beschreibst, dass der am Anfang erst mal nichts eingefallen ist oder es irgendwie ganz... so wie du Anlaufschwierigkeiten hattest und dann wurde es wie so befreiter.

00:27:21: Ja weil dann klingt's besser als ob die Scham oder das Gewohnte denken oh ich kann nichts und ich hab nix geschafft.

00:27:26: Das konnte irgendwann nicht mehr der Realität nicht mehr Stand halten.

00:27:32: Du hast den Weg freigeschaufelt und dann konnten diese alten Sätze, die ... Hast du ein bisschen entmächtig dadurch?

00:27:37: Ja also die Technik ist so dass man wirklich mindestens runter Sachen aufschreiben soll.

00:27:43: und da ich das unbedingt machen wollte und gucken ob das mir irgendwie hilft zuerst hatte ich, ich weiß nicht drei Sachen, drei große Sachen, die ich erreicht habe und danach hatte ich einfach einen Blackout weil ich dachte okay das war es schon.

00:27:57: und dann wenn man wirklich diesen Ziel hat Hundert Sachen aufzuschreiben, dann fängt man an auch auf kleinere Sachen zu achten.

00:28:04: Und wenn man auch kleinere Dinge als Erfolge mitzelt... Ganz genau!

00:28:09: ...dann fühlt man sich einfach besser.

00:28:12: Also es gibt doch keine kleine Erfolgen.

00:28:14: Ein Erfolg ist ein Erfolg, egal ob klein oder groß.

00:28:17: Absolut

00:28:18: weil was du auch... Worauf du dich auch beziehst, ist ja das was wir selber machen können.

00:28:23: Das hat ja ganz viel mit Selbstwirksamkeit zu tun.

00:28:26: Weil oft wenn man zum Erzählen nicht kann nichts oder ich bin gut genug dann fühlen wir uns auch ziemlich hilflos.

00:28:31: aber wenn wir anfangen kleine Erfolge aufzuschreiben, dann wird spürbar Moment.

00:28:36: Ich kann ja total viel machen und es kann schon Erfolg sein auch wenn ich mir wirklich eine geschöne Pause heute gönne und mich in die Sonne setze.

00:28:44: Das kann ein Erfolg sein weil ich was durchbrochen habe was ich mir vielleicht sonst einfach nicht gönnen würde.

00:28:49: und das ist wie es gibt ne neue Orientierung Und das, was ich daran anders machen kann.

00:28:55: Ohne immer in den alten gewohnten Pfaden zu laufen die sich so von alleine abspielen.

00:29:00: also deswegen ist es eine finde ich ne gute Idee und eine gute Übung zum umdenken ja

00:29:04: auch eine Frage die man vielleicht sich selbst öfter stellen sollte.

00:29:08: wenn niemand sehen würde was ich erreiche würde ich es trotzdem wollen oder doch nicht?

00:29:13: weil ich glaube heutzutage weil wir ja ständig mit Erfolgen in Einführungszeichen konfrontiert werden dann vergessen wir wie du schon gesagt hast eigentlich was wollen wir?

00:29:23: Was möchte ich erreichen, wie möchte ich mein Leben leben?

00:29:27: und einfach zu denken, was möchte ich eigentlich erreichen.

00:29:32: Und zum Beispiel, ich möchte ein tolles teures Auto kaufen aber wenn ich diesen Futter nicht posten kann, möchte ich das trotzdem oder vielleicht auch nicht.

00:29:40: Genau!

00:29:41: Das ist eine super Frage, weil es von der Ablenkung weggeht und zurückführt zu dir in dem Kontakt mit dir selber und dem was du wirklich willst.

00:29:48: Weil ganz oft wollen wir irgendwas vielleicht eben ein großes Auto kaufen damit das alle sehen können, damit ich mich dann besser fühle.

00:29:56: ja also um eigentlich das auszugleichen wo ich mich vorher klein gemacht habe und dann wird so spür beim Moment dann bleiben wir im gleichen Spiel dass nicht hilfreich das verändert nicht wirklich etwas sondern macht eine Stolzschicht über die Scham.

00:30:09: Und damit wird es eigentlich nur noch schlimmer, weil das

00:30:11: so... Wir versuchen einfach ständig Erwartungen von anderen Menschen zu erfüllen, obwohl wir selbst das einfach gar nicht wollen!

00:30:19: Ja, das hat man sich einfach antrainiert und da sind Sachen über die man am besten hinweg kommen

00:30:25: soll.

00:30:26: Ja du hast recht, ja dass haben wir uns antrainieren müssen und ein Stückchen ist es auch in der Gesellschaft so.

00:30:33: Also ist es auch was, was die Gesellschaft immer wieder dieses höher schneller weiter immer das neueste Telefon haben müssen.

00:30:39: und weißt du?

00:30:41: Das ist ja auch etwas, was uns ständig gesagt wird und suggeriert wird.

00:30:45: Es ist nicht unser persönlicher Fehler sondern auch was sehr gesellschaftliches und was der Kapitalismus halt auch so stark fördert.

00:30:57: Ja, vielleicht ist das Problem nicht dass andere erfolgreich sind sondern dass wir glauben genauso sein zu müssen.

00:31:04: Vielleicht geht es nicht darum schneller zu sein sondern ehrlicher.

00:31:08: wenn Social Media morgen verschwinden würde was würdest du wirklich wollen?

00:31:12: Was mir noch wichtig ist wie nochmal so zu betonen ist Wie groß eigentlich unsere Sehnsucht nach Kontakt und uns verbunden fühlen.

00:31:23: Und das ist aus meiner Sicht viel davon steckt hinter dem Social Media Phänomen, dass wir versuchen mit der Social Media etwas zu befriedigen was eigentlich wie so fast food ist wenn ich aber eine gute Ernährung mir wünsche.

00:31:36: Also mit Social Media können wir nicht unsere Sehnsucht nach Nähe und menschlichem Kontakt befriedigen.

00:31:42: Aber diese Sehmsucht ist richtig groß, super natürlich!

00:31:45: Und manchmal gesellt sich auch noch eine Portion Angst dazu, weil das auch was ist, was uns vielleicht manchmal angstmacht wenn Menschen uns nahe sind aber an der Stelle dahin zu gucken und dafür zu sorgen dass wir Raum für Menschlichen Kontakt haben und auch vielleicht Traum für die Ängste, die sich da zugesellen.

00:32:03: Und ich glaube das Star liegt viel Heilung drin und wirklich ist auch Glück empfinden!

00:32:10: Ja bei mir persönlich ist es so dass an meinen schlimmsten Tagen wenn ich dann mich mit einer Freundin treffe, dann geht's mir einfach... besser danach.

00:32:18: Und aber auch wenn man eine reale Person trifft und die erzählt uns auch über ihre Probleme, dann denke ich mir ja diese Probleme habe ich auch!

00:32:26: Aber ich dachte dass niemand andere hat dieses Problem.

00:32:29: was du sagst ist es sehr wichtig.

00:32:30: da kann ich nur zustimmen.

00:32:32: Liebe Anne danke für dieses Gespräch und danke für deine Zeit.

00:32:36: vielleicht sitzt Du lieber Zuhörer liebe Zuhöhrerin gerade irgendwo in einem kleinen Zimmer zwischen offenen Tabs unbeantwortete Nachrichten um diesem leisen Gefühl nie genug zu sein.

00:32:48: Vielleicht hast du heute wieder gesehen, was andere alles erreicht haben und vielleicht hast Du Dich gefragt warum Du nicht schon weiter bist.

00:32:55: Aber was wenn Dein Tempo kein Fehler ist?

00:32:58: Was wenn deine Umwege keine Rückschritte sind sondern genau dein Weg?

00:33:03: Wir sehen online Karrieren Titel Beförderungen Wohnungen aber wir sehen nicht die Zweifel Nicht die Absagen Nicht die schlaflosen Nächte.

00:33:12: Du vergleichst dein Innenleben mit den Highlights anderer.

00:33:15: Und das kann nur unfair sein!

00:33:17: Vielleicht geht es im Leben nicht darum schnellen zu sein, nicht darum früher fertig zu sein und nicht darum jemandem zu überholen.

00:33:24: Vielleicht geht's darum ehrlich zu sein – mit sich selbst?

00:33:28: Mit dem eigenen Wünschen?

00:33:30: Mit einem eigenen Tempo?

00:33:32: Wenn morgen niemand mehr sehen könnte was du erreichst, was würdest du dann

00:33:36: wollen?!

00:33:37: Und vielleicht ist genau das die Richtung Die Zelt.

00:33:41: Du bist kein Projekt und das Leben ist kein Wettkampf.

00:33:44: Du bist ein Mensch, und du darfst in deinem eigenen Tempo wachsen!

00:33:48: Und wenn sich heute alles schwer anfühlt, dann nehmt das als Zeichen dass dir dein Leben wichtig ist.

00:33:54: Und das allein bedeutet schon, du bist nicht so spät.

00:33:57: Du bis mittendrin.

00:33:58: Vielen Dank für das zu

00:33:59: hören.

00:34:04: Das war Hörthört spezial mit Anastasia am Mikrofon und Anna Petrovski.

00:34:09: Ebenfalls am Mikrophon, die hat ihr die ganzen Fragen beantwortet.

00:34:12: Vielen Dank an beide!

00:34:14: Weitere Infos zu dem Podcast findet ihr auch in den Show notes zum Poolartist.

00:34:18: Ihr könnt uns auch eine E-Mail schreiben an hörthert at poolartis.de natürlich mit ue.

00:34:24: mein Name ist Paula und in der nächsten Folge da gibt es dann wieder eine Podcastempfehlung.

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